12. Januar

Unsere gegenwärtige Situation annehmen

Unser wichtigstes Problem ist, unsere jetzige Lage, uns selbst und die Menschen unserer Umgebung so zu akzeptieren, wie sie sind. Nur so gelangen wir zur wirklichen Demut, ohne die ein echter Fortschritt nicht einmal beginnen kann. Wir werden immer wieder neu anfangen müssen, den nackten Tatsachen ins Auge zu sehen. Das ist die Übung des Annehmens, die wir jeden Tag unseres Lebens zu unserem eigenen Vorteil ausführen können. Vorausgesetzt, dass wir eifrig versuchen, diesen realistischen Überblick über die Tatsachen nicht in verlogene Entschuldigungen für Gleichgültigkeit oder Aufgabe umzumünzen, kann das eine feste Grundlage werden, auf der wachsende seelische Gesundung und damit spiritueller Fortschritt aufzubauen sind.

Wie Bill es sieht, S. 52

Wenn ich Schwierigkeiten damit habe, Menschen, Orte oder Ereignisse anzunehmen, wende ich mich diesem Abschnitt zu. Er befreit mich von so mancher verdeckten Furcht vor anderen Menschen und Lebenssituationen. Der Gedanke erlaubt es mir, menschlich zu sein anstatt vollkommen – und so finde ich meinen inneren Frieden wieder.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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