31. März

Keiner hat mir Liebe verweigert

Die Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker bestand seit zwei Jahren. ... Ein Neuer erschien bei einer dieser Gruppen. ... Es stellte sich bald heraus, dass der Neue in einer verzweifelten Lage war, dass er aber vor allem gesund werden wollte. ... (Er sagte:) „Da ich noch ein anderes Laster habe, das einen noch schlimmeren Ruf als Alkoholismus hat, wollt ihr mich vielleicht gar nicht in eurer Gruppe haben.“

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 135/136

Ich kam zu euch – Ehefrau, Mutter, Frau, die ihren Mann, ihre Kinder, ihre Familie im Stich gelassen hatte. Ich war Säuferin, Pillenschluckerin, ein Nichts. Dennoch hat keiner mir Liebe, Verständnis oder das Gefühl der Zugehörigkeit verweigert. Durch Gottes Gnade, die Liebe eines guten Sponsors und meiner Stammgruppe kann ich sagen, dass ich durch euch – die Anonymen Alkoholiker – heute Ehefrau, Mutter, Großmutter und Frau bin. Nüchtern. Frei von Tabletten. Verantwortlich. Ohne die Höhere Macht, die ich in der Gemeinschaft gefunden habe, wäre mein Leben sinnlos. Ich bin voller Dankbarkeit ein stetiges Mitglied der Anonymen Alkoholiker.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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