19. März

Gebet: Es wirkt

Es steckt viel Wahrheit in dem Satz: Wer über das Gebet spottet, hat es noch nie richtig ausprobiert.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 92

Da ich in einem agnostischen Haus aufgewachsen bin, kam ich mir ein bisschen komisch vor, als ich das erste Mal zu beten versuchte. Ich wusste, dass eine Höhere Macht in meinem Leben wirkte – wie wäre ich sonst wohl nüchtern geblieben? –, aber ich war nicht so recht überzeugt, dass er/sie/es meine Gebete hören wollte. Alle, die schon hatten, was ich wollte, sagten, das Gebet sei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit im Programm, also behielt ich es bei. Als ich mich zum täglichen Gebet verpflichtete, wurde ich erstaunlicherweise gelassener und zufriedener mit meinem Platz in dieser Welt. Mit anderen Worten, das Leben wurde leichter und war weniger Kampf. Ich bin mir immer noch nicht ganz sicher, wer oder was meine Gebete hört, aber ich werde immer weiterbeten – aus dem einfachen Grund, weil es wirkt.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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