17. September

Frei von Angst

Wenn wir so mit Gottes Hilfe gelassen unser Schicksal hinnahmen, konnten wir in Frieden mit uns leben und anderen, die noch unter den gleichen Ängsten litten, zeigen, dass auch sie damit fertig würden. Wir fanden heraus, dass frei sein von Angst viel wichtiger ist als frei sein von Not.

Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen, S. 117

Materielle Werte beherrschten mein Leben während der vielen Jahre meines Trinkens. Ich glaubte, dass all meine Besitztümer mich glücklich machen würden, obwohl ich mich bankrott fühlte, nachdem ich sie erworben hatte. Als ich zum ersten Mal zu AA kam, fand ich eine neue Art, das Leben zu betrachten. Als ich lernte, anderen zu trauen, begann ich, auch an eine Macht, größer als ich selbst, zu glauben. Durch meinen Glauben befreite ich mich von den Fesseln meiner Selbstbezogenheit. Sobald ich eher nach geistigen als nach materiellen Erfolgen strebte, konnte ich auch mein Leben wieder handhaben. So begann ich, meine Erfahrungen mit anderen Alkoholikern zu teilen.

Aus dem Buch „Heute. Gedanken zum Tag“ (Originaltitel: Daily Reflections).
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