AA-DACH Leseprobe

Zeitschrift AA-DACH

In der Monatszeitschrift AA-DACH der deutschsprachigen Anonymen Alkoholiker werden Erfahrungen der jeweiligen Verfasser/Innen mit dem AA-Programm (Schritte, Traditionen, Meetings-Begegnungen, Sponsorschaft etc.) veröffentlicht.
Sie stellen keine Stellungnahme der Gemeinschaft der Anonymen Alkoholiker dar und können nicht auf AA als Ganzes bezogen werden.

Februar 2018

Bestellnummer: 201 Monatszeitschrift im Abo

 

Monatsthema:
Größer als wir selbst!

Leseprobe

Ein aussichtsloser Kampf

Mein Name ist Ingrid, ich bin eine fröhlich genesende Alkoholikerin, heute trocken und auf dem Weg zur Nüchternheit!

Als ich noch trinken wollte (In Wahrheit sollte es heißen „musste“!), und in der Folge dann immer wieder aufzuhören versuchte, weil ich schon sehen konnte, wie mein Leben in die Brüche ging, schaffte ich das nicht mehr! Täglich nahm ich mir vor, keinen Alkohol mehr einzukaufen, täglich wollte ich später  anderes oder gar keinen Schnaps mehr trinken, täglich scheiterte ich kläglich! Es war mir einfach nicht möglich, auf den „Sprit“ zu verzichten! Dieser Kreislauf des Vornehmens, des Versuchens, des Scheiterns raubte mir einfach alle Kräfte. Irgendwann gab ich dann auf und war schließlich bereit, mich zu Tode zu saufen. Ich probierte nicht mal mehr, etwas zu ändern, ich ergab mich in mein erwartetes, tödliches, tief graues Schicksal. Allerdings versuchte ich mit aller Macht, dieses Scheitern vor allen Leuten in meiner Umgebung geheim zu halten! Ich war zufrieden, dass keiner meiner Freundinnen, Freunde und Verwandten über den Alkohol reden wollte – ich wollte das auch nicht! Heute weiß ich, dass kein alkoholkranker Mensch allein den Kampf gegen den Alkohol gewinnen kann – er raubt einem nur alle Kraft!

Eine unerwartete Wende

Als mein Sohn mit der Adresse eines Meetings ankam und sie mir mit den Worten „Mutter Ingrid, Du musst was unternehmen!“ überreichte, war mein Vater sofort bereit, mich hinzubringen. Ich war einverstanden, damit die beiden Ruhe gaben! So kam ich denn in mein erstes Meeting. Die Kraft, die von diesen Menschen, die von sich behaupteten, Alkoholiker zu sein, ausging, spürte ich sofort! Da begann auch in mir wieder Kraft aufzukeimen, da entstand seit Jahren das erste Mal Hoffnung, da war etwas Großes im Gange! Schlagartig konnte ich von da an das erste Glas stehen lassen – unglaublich! Dieser Glaube an eine Kraft, größer als ich selbst, war einfach nur logisch! Von dieser Gruppe ging mehr Kraft aus, als ich jemals hatte! Ich war ja auch immer allein mit meinem Problem, jetzt war ich in der Gruppe eingebettet! Ich profitierte in vollen Zügen von dieser Energie – Tag für Tag konnte ich trocken bleiben. Das nenne ich meine spirituelle Wende, auch wenn da nicht ein Glaube in dem üblichen Sinn entstanden war. Langsam, ganz langsam konnte auch ich wieder glauben, dass ich es schaffen könnte.

… und wenn Sie wissen wollen, wie es der Verfasserin weiter ergangen ist,  dann abonnieren Sei doch einfach diese Zeitschrift!

vertrieb@anonyme-alkoholiker.de

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